Die stille Enteignung: Inflation verstehen
Inflation ist mehr als nur eine Zahl in den Nachrichten. Sie ist die unsichtbare Kraft, die den Wert Ihrer Ersparnisse im Laufe der Zeit verändert. Ob beim Wocheneinkauf, an der Zapfsäule oder bei der Miete – Preissteigerungen wirken sich direkt auf Ihren Lebensstandard aus. Unser **Inflationsrechner** hilft Ihnen dabei, historische Preisentwicklungen greifbar zu machen und zu verstehen, wie viel Ihr Geld „früher“ wirklich wert war.
Der Verbraucherpreisindex (VPI)
In Deutschland ist der **Verbraucherpreisindex** der zentrale Maßstab für die Inflation. Das Statistische Bundesamt beobachtet hierfür monatlich die Preise von hunderten Gütern. Dieser „Warenkorb“ wird regelmäßig angepasst, um moderne Konsumgewohnheiten – wie zum Beispiel Streaming-Dienste oder E-Bikes – korrekt abzubilden.
- 01.**Mieten & Wohnen:** Machen den größten Teil des Warenkorbs aus (~32%).
- 02.**Nahrungsmittel:** Reagieren oft besonders volatil auf Ernteausfälle oder Krisen.
- 03.**Energie:** Treibstoffe und Heizkosten sind oft Treiber von Inflationsspitzen.
Wussten Sie schon?
Seit der Einführung der D-Mark im Jahr 1948 gab es nur sehr wenige Phasen einer echten Deflation. Die höchste Inflation im vereinigten Deutschland erlebten wir im Jahr 2022 mit einer Rate von 7,9 %, hauptsächlich getrieben durch die Energiekrise nach dem Angriff auf die Ukraine.
Um den Kaufkraftlust auszugleichen, sollte Ihre Rendite bei Geldanlagen immer über der aktuellen Inflationsrate liegen.
Die Berechnung: So arbeitet der Rechner
Unser Tool nutzt die Methode der **Indexverkettung**. Da das Statistische Bundesamt das Basisjahr alle fünf Jahre anpasst (aktuell 2020), müssen historische Werte mathematisch so verknüpft werden, dass eine durchgehende Reihe entsteht.
// Formel für den äquivalenten Wert:
Wert_Neu = Wert_Alt * (Index_Ziel / Index_Start)