BMI (Body-Mass-Index)
Der Body-Mass-Index ist ein international anerkanntes Maß zur Einschätzung des Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergröße. Die Formel lautet: BMI = Körpergewicht (kg) ÷ Körpergröße² (m²). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Normalgewicht als BMI-Wert zwischen 18,5 und 24,9. Werte darunter weisen auf Untergewicht hin, Werte von 25,0–29,9 auf Übergewicht (Präadipositas), ab 30,0 gilt Adipositas in drei Schweregraden. Der BMI wurde ursprünglich vom belgischen Statistiker Adolphe Quetelet im 19. Jahrhundert entwickelt und hat durch die WHO-Klassifikation weltweite Verbreitung gefunden. Kritiker weisen darauf hin, dass der BMI Muskelmasse, Körperfettverteilung und ethnische Unterschiede nicht berücksichtigt. Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt ihn dennoch als Screening-Instrument in epidemiologischen Studien. Für Kinder gelten alters- und geschlechtsspezifische Perzentilkurven, keine fixen Grenzwerte.
Brutto
Brutto bezeichnet in der Sprache der Wirtschaft und des Steuerrechts den Gesamtbetrag vor Abzug von Steuern, Sozialabgaben oder anderen Kosten. Im Lohnsteuerrecht ist das Bruttogehalt die Vergütung, die im Arbeitsvertrag vereinbart wird – bevor Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer sowie Arbeitnehmeranteile zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abgezogen werden. Im Handelsrecht bezeichnet Brutto dagegen das Gewicht einer Ware inklusive Verpackung (Gegensatz: Netto = ohne Verpackung). Im Umsatzsteuerrecht ist der Bruttobetrag der Rechnungsbetrag einschließlich der Mehrwertsteuer. Ein Verständnis des Brutto-Begriffs ist daher kontextabhängig und essenziell für Gehaltsverhandlungen, Angebotsvergleiche und die korrekte Rechnungsstellung. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) lag das mittlere Bruttogehalt von Vollzeitbeschäftigten in Deutschland 2024 bei rund 4.323 Euro pro Monat.
Bundesnetzagentur (Strom & Gas)
Die Bundesnetzagentur ist die zuständige Regulierungsbehörde für die Energie-, Telekommunikations- und Postmärkte in Deutschland. Im Energiebereich überwacht sie Strom- und Gasnetze, genehmigt Netzentgelte und veröffentlicht regelmäßig Berichte zur Versorgungssicherheit und zu Verbraucherpreisen. Im Rahmen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) kann sie Netzbetreibern bei Preismissbrauch einschreiten. Verbraucher finden auf dem Vergleichsportal der Bundesnetzagentur aktuelle Tarife und Auskunftsrechte. Für privaten Haushalte sind insbesondere die Informationen zu Grundversorgungs- und Haushaltsstrompreisen relevant. Deutsche Haushalte zahlten laut Bundesnetzagentur im Jahr 2024 durchschnittlich rund 30–33 Cent pro Kilowattstunde Strom – ein wesentlicher Parameter für unseren Stromkosten-Rechner.